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Steckbrief: Luigi Barbaro

December 19, 2016

 

 

Beruf:

Gastronom

 

Position:

Inhaber

 

Branche:

Speiselokale

 

Geboren am:

26.08.1957

 

Geboren in:

Neapel

 

Vergangene Gastronomie-Projekte:

  • Ristorante "La Ninfea"

  • Ristorante "Riegi"

  • "Barbaro´s Restaurant & Sky Bar" im Modehaus Steffl

  • "Barbaro Fashion Bar" im Modehaus Steffl

  • "Regina Margherita" Graz

  • "Barbaro" am Neuen Markt

Derzeitige Projekte:

  • Regina Margherita

  • Trattoria Martinelli

  • Barbaro Catering 

  • Barbaro Sailing

  • Import-Export : Italienische Lebensmittel und Weine

Wie war Ihr Werdegang?


Als eines von fünf Kindern einer neapolitanischen Arbeiterfamilie schnupperte er schon im Alter von 13 Jahren in die Gastronomie und fand daran großen Gefallen, somit war auch schon sein beruflicher Weg vorgezeichnet. Nach fünfjähriger Gastronomiefachschule mit Maturaabschluß entschloß er sich anschließend sofort, in den Arbeitsprozess der gehobenen Gastronomie einzusteigen. Durch gute Lehrer und beste Praxisausbildung wurden Ihm diese Möglichkeiten geboten. Nach einer anstrengenden Saison nahm er sich vor, zwei Monate lang Europa kennenzulernen. Seine erste Station sollte Wien sein, um einen befreundeten Neapolitaner zu besuchen und seine Deutschkenntnisse zu verbessern. So war es dann auch. 1981 kam er nach Wien.

 

Wien war für Ihn ein Gegenpol zu Neapel, noch sehr provinziell. Der Gedanke, daß man hier sehr viel aufbauen könne, kam Ihm in den Sinn. Aus einer bestimmten Wirtschaftspolitik betrachtete er sein Umfeld und verlängerte seinen Aufenthalt. Er wurde im La Cavalline in Wien Innere Stadt tätig, um ein Maximum an Erfahrungen zu sammeln und die Mentalität der Wiener kennenzulernen. Nach zweieinhalb Jahren faßte er gemeinsam mit einem Freund den Entschluß zur Selbständigkeit.

 

Sie kauften im achten Bezirk ein Kaffeehaus und wollten es zu einem Restaurant umgestalten. Eine Woche nach dem Kauf stellte sich heraus, dass Sie nicht kochen durften. Also machten Sie das Beste daraus. Somit waren die Beiden, Wiens erster Gastronomiebetrieb, der Tramezzini, Antipasti, Käse,... - eben kalte italienische Speisen anbot. Innerhalb kürzester Zeit war das Lokal ein voller Erfolg. Das Betätigungsfeld war Ihnen jedoch zu klein und eigentlich ein Hindernis. Ein Jahr später bot sich die Gelegenheit des Verkaufes.

 

Luigi Barbaro faßte den Entschluß, seinen Weg alleine weiterzugehen, um seine Visionen zu verwirklichen. Er eröffnete ein Lokal namens La Ninfea. Sein Selbstbewußtsein, die Erkenntnis, daß er es kann und die Überlegung, ein weiteres Lokal zu eröffnen, stellten sich ein. Sein zweites Lokal nannte er La Ninfea 2, er war zu 50 Prozent beteiligt. Kurz danach bekam er das Angebot einer Lokalität im ersten Bezirk. Sein Traum wurde wahr. Beide Lokale wurden verkauft, und das La Ninfea in der Schauflergasse wurde im Oktober 1991 eröffnet, mit Schwerpunkt italienischer Fischspezialitäten. Innerhalb kürzester Zeit wurde sein Gastronomiebetrieb zum besten Fischlokal, zum beliebtesten italienischen Restaurant und zum Treffpunkt vieler Politiker und Wirtschaftsleute, also ein Toplokal mit zwei Hauben.

 

Er bemerkte, dass die Wiener Italien mit Fisch verbinden und fragte sich, wo denn die unzähligen italienischen Fleischgerichte blieben. Eines Tages spazierte er durch die Innere Stadt, kam am Palais Harrach vorbei, einer Riesenbaustelle. Das Ambiente gefiel Ihm, er kontaktierte die zuständige Person, bewarb sich und eröffnete im September 1994 das Restaurant Martinelli mit dem Schwerpunkt italienische Fleischspeisen. Es war ein ebenso gewaltiger Erfolg wie das erste Lokal.

 

1997 trat man an Ihn heran, im Palais Esterhazy ein Lokal zu kreieren, wieder ein neues Konzept mit dem Schwerpunkt neapolitanische, aufgewertete Pizza für die mittelgehobene Gesellschaft. Alle seine Hoffnung setzte er in ein Billigprodukt und machte daraus ein Edelprodukt. Er eroberte die Pizza in Wien. Am 15. Jänner 1998 eröffnete er die mittlerweile beliebteste Pizzeria der Wiener, die Regina Margarita.

 

Das Projekt Steffl wurde Ihm im gleichen Jahr angeboten, er sollte alle Gastronomiebetriebe übernehmen in einem neuen edel Kaufhaus in der Innenstadt von Wien. Innerhalb weniger Monate wurde ein Wunder geschaffen: Barbaro's Restaurant und Sky-Bar und die Fashion Bar gingen im Oktober 1998 in Betrieb und waren ein direkter Erfolg unter den Wiener Publikum. Von da an hatte er sein Ziel erreicht und er wurde in der Gastronomie-Szene von Wien aufgenommen.

 

Darauf folgten über die Jahre viele weitere Projekte sowie das "Barbaro" am neuen Markt. Das dreigeschossige "barbaro" am Neuen Markt war nach dem "La Ninfea", dem "Martinelli" der "Regina Margherita" und dem Barbaro's Restaurant und Sky-Bar sowie der Fashion Bar der nächste Wurf des jungen Neapolitaners gewesen. Das Konzept stammte aus der Feder Barbaros selbst. Vier Eckpfeiler, nämlich Essen - Trinken - Musik -Architektur, bieten in ihrem Zusammenspiel Gastronomie auf höchstem Niveau, die alle Sinne ansprach. Im ebenerdig befindlichen Bistro erkochte Harald Riedl bereits kurz nach der Eröffnung die begehrten Auszeichnungen - zwei Hauben -von Gault Millau. Wer nur das "dolce fa niente à la moda italiana" genießen wollte, begab sich in die Italian Bar im ersten Stock oder in die trendige Weinbar im Weinkeller.

 

Ein weiteres Projekt war damals die Expansion nach Graz mit dem Restaurant "Regina Margherita".

 

"Neuerdings lädt die gut gemachte bodenständige italienische Küche der Barbaros auch in Graz zu einer mediterranen Auszeit ein" - Alexander Bachl

 

Hierfür wurde Junior Chef Antonio Barbaro auserkoren, um Graz kulinarisch zu erobern. Zurzeit sind die Stammlokale der Barbaro Group das "Martinelli" im Palais ­Harrach und die Edelpizzeria "Regina Mar­gherita" im Palais Esterházy sowie das Barbaro Catering Unternehmen und die Barbaro Import/Export Firma für Italienische Lebensmittel und Weine.

 

 

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